Die Europäische Fuggerstraße

Eine Kulturreiseroute auf den Spuren der Fugger

Am 3. Mai wurde bei einer feierlichen Pressekonferenz im Augsburger Rathaus die Kulturreiseroute entlang der »Europäischen Fuggerstraße« eröffnet. Sie umfasst zu Beginn Orte in Bayern, Tirol und der Slowakei, an denen die Fugger gewirkt haben - vor allem in Verbindung mit dem Bergbau. Silber und Kupfer waren der Bergsegen, mit dem die Augsburger Kaufmannsfamilie unermesslich reich wurde. Bereits seit Jahrhunderten erfolgte aber nicht nur kommerzieller Austausch innerhalb Europas: Die Verbreitung der Renaissance-Kunst und des Humanismus wäre ohne reisende Kaufleute und Gelehrte ebenso wenig denkbar gewesen.


Tuch- und Gewürzhandel bildeten den Grundstock für die Handelsfirma der Fugger, doch sagenhaft reich wurde die Kaufmannsfamilie aus Augsburg durch die Montanwirtschaft. Ab 1490 entstand der europaweite Metall- und Bergbaukonzern der Fugger mit Erzgruben und Hüttenwerken in Tirol (vor allem in Schwaz und Sterzing), in Kärnten und in Neusohl in Oberungarn (Banská Bystrica in der heutigen Slowakei). Mit Gold und Silber, Galmei und Eisen, vor allem aber mit Kupfer und Quecksilber schrieben Jakob Fugger der Reiche und seine Nachfolger ein spannendes Kapitel der europäischen Wirtschafts- und Kulturgeschichte. Fuggerhäuser und -schlösser, Kirchen und Denkmäler, Schaubergwerke und Museen in Augsburg, Bad Hindelang, Schwaz, Hall, Sterzing und Banská Bystrica (Neusohl) lassen die Geschichte eines Montankonzerns nachvollziehen, der sich bis um 1660 über viele Regionen Europas erstreckte.

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