Kaiser Maximilian I.

Ein besonderes Programm zum 500. Todestag

Im Januar 1519 starb Kaiser Maximilian I. auf der Rückreise von seinem letzten Reichstag in Augsburg. Dieser Reichstag hatte die bevorstehenden Umbrüche bereits aufgezeigt: Martin Luther hatte sich geweigert, seine Thesen zu widerrufen und nicht nur die beginnende Reformation läutete ein neues Zeitalter ein. Der Habsburger Maximilian hatte mit kluger Heiratspolitik, günstigen Erbschaften und zahlreichen Kriegszügen seine Dynastie zur Weltmacht aufgebaut. Doch das Geld für die kostspieligen Hochzeiten und Kriege hätte der Kaiser ohne die Finanzkraft Jakob Fuggers nicht aufbringen können. Und auch die Wahl von Maximilians Enkel Karl zum neuen Kaiser des Heiligen Römischen Reiches wäre ohne Fuggergeld kaum finanzierbar gewesen.

Anlässlich des Gedenkjahres zu Kaiser Maximilian I. widmet sich auch das Fugger und Welser Erlebnismuseum ab Januar 2019 auf vielfältige Weise den Themen Kaisertum und Verflechtung zwischen Politik und Wirtschaft. Hier erhalten Sie ausführliche Informationen zu allen neuen Führungen für Erwachsene und Schulklassen in Augsburg. Ein Workshop für Grundschulklassen beschäftigt sich mit dem künstlerischen »Gedechtnus« des Kaisers. Eine Vortragsreihe in Kooperation mit dem Jakob-Fugger-Zentrum der Universität Augsburg widmet sich 2019 ebenfalls dem facettenreichen Habsburger.

 

Vom 15. Juni - 15. September zeigt die Sonderausstellung »Maximilian I. Kaiser. Ritter. Bürger zu Augsburg« im Maximilianmuseum die Bedeutung der einstigen Reichsstadt für Maximilian I. Auch wenn der Kaiser vor allem deshalb so oft in Augsburg war, weil hier seine wichtigsten Geldgeber anzutreffen waren, entwickelte sich Augsburg während seiner Regentschaft von einem bereits bedeutenden Handelsplatz zu einer Metropole von europäischem Rang.

Besucherinnen und Besucher mit einem Ticket der Sonderausstellung im Maximilianmuseum erhalten den Eintritt in das Fugger und Welser Erlebnismuseum zu 4,50 €.

Die Eintrittskarte des Fugger und Welser Erlebnismuseums berechtigt in der Sonderausstellung »Maximilian I. Kaiser. Ritter. Bürger zu Augsburg« zu 50 % Ermäßigung.

Maximilian I.
Albrecht Dürer und Jost DeNegker, Augsburg um 1519

Holzschnitt mit zwei Stöcken in Gold und Schwarz, koloriert, 41,5 x 32,2
Gotha, Stiftung Schloss Friedenstein, Graphische Sammlung, Inv. Nr. 8, 26

Kaiser Maximilian I. und Innsbruck

Die Freie Reichsstadt Augsburg machte Kaiser Maximilian I. zur inoffiziellen Hauptstadt des Heiligen Römischen Reiches - nur in der Residenzstadt Tirols war er noch öfter anzutreffen. Auch Innsbruck begeht das diesjährige Gedenkjahr mit einer großartigen Ausstellung und vielen interessanten Veranstaltungen über den »Tiroler der Herzen«. Von Augsburg aus ist Innsbruck in nur zwei Stunden mit dem Zug erreichbar.