Neues Kunstwerk

By dehner@fuw on 14. Juni 2022 in Unkategorisiert

Das Kunstwerk »4,578 (4.578)« ist eine künstlerische Auseinandersetzung mit „Manillen“ – Kupfer-Ringen aus dem 16. Jahrhundert, die für den Kauf versklavter Menschen verwendet wurden. Zu Beginn des europäischen Kolonialismus war das Augsburger Handelshaus der Welser direkt in das Geschäft involviert: Um die Ausbeutung der Kolonie Venezuela zu finanzieren, bekamen die Welser die Erlaubnis des spanischen Königs, 4.578 versklavte Menschen in der Karibik zu verkaufen. Die Schreibweise »4,578« ist Englisch und entspricht der Muttersprache der Künstlerin Veronica Jackson, deren Vorfahren ebenfalls versklavt wurden. Beispiele ihrer Arbeit stellt sie in diesem Kurzporträt vor:

 

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Neue Podcast-Reihe

By dehner@fuw on 12. Januar 2022 in Unkategorisiert

Jede Geschichte hat zwei Seiten… mindestens! Die sechsteilige Podcast-Reihe des Fugger und Welser Erlebnismuseums beleuchtet die Folgen einseitiger Geschichtsschreibung bis heute, natürlich immer im Zusammenhang mit Augsburg und seinen Kaufleuten.

 

Als Auftakt berichten Dr. Jörg Denzer und Katharina Dehner von den Felsmalereien von La Lindosa, die von den Überfällen der Welser-Konquistadoren auf die Guayupe erzählen. In den weiteren Folgen geht es um Denkmalstürze in Lateinamerika, um die Frage, wer Geschichte schreibt und wir versuchen zu beantworten, wie Museen in Zukunft einen gleichberechtigteren Zugang zu Geschichte bieten können.

BR: Koloniale Spuren in Augsburg

By dehner@fuw on 13. Februar 2022 in Unkategorisiert

Neue Blicke auf die einstige Handelsstadt

 

Auf Initiative junger Wissenschaftler:innen setzt man sich in Augsburg mit der Kolonialgeschichte auseinander: Denn die berühmten Patrizierfamilien Fugger und Welser profitierten einst vom Sklavenhandel. Jetzt gilt es, auch andere Perspektiven mit einzubeziehen. In der Sendung »Schwaben & Altbayern« berichtete der Bayerische Rundfunk am 13. Februar 2022 über neue Blicke auf die einst global vernetzte Handelsstadt. → zum Video

Europäisches Schulprojekt

By dehner@fuw on 14. Mai 2021 in Unkategorisiert

»Jakob Fugger –  a historical European influencer: #economic#political#social#medial#ecological#footprints« – so heißt das Erasmus+ Projekt, initiiert vom Augsburger Jakob-Fugger-Gymnasium und gefördert von der EU.

 

Inspiriert von der Europäischen Fuggerstraße entwickeln fünf Schulen in Augsburg, Banska Bystritza (Slowakei), Sterzing (Italien), Antwerpen (Belgien) und Almadén (Spanien) länder- und fächerübergreifende Unterrichtsmaterialien. Sie zeichnen den gemeinsamen europäischen Kulturraum entlang der ehemaligen Wirkungsstätten von Jakob Fugger nach und reflektieren die vielfältigen Einflüsse, die seine Geschäftspraktiken bis heute in Europa haben.

 

Am 5. Mai stellten Schülerinnen und Schüler vom Jakob-Fugger-Gymnaisum ihr Projekt vor. Die Veranstaltung fand auf Englisch statt. Im Herbst gibt es weitere Treffen in Antwerpen, Sterzing und Almadén.

 

 

Aktuelle Lage

By dehner@fuw on 19. März 2021 in Unkategorisiert

Bitte beachten Sie bei Ihrem Museumsbesuch auch weiterhin die empfohlenen Corona-Schutzmaßnahmen.

 

Nach dem Wegfall der meisten Corona-Beschränkungen in Bayern empfiehlt die aktuell gültige Infektionsschutzverordnung dennoch die Fortführung allgemeiner Schutz- und Hygienemaßnahmen.
Wir bitten Sie daher, bei Ihrem Besuch im Museum freiwillig auch weiterhin den nötigen Mindestabstand zu anderen Gästen zu wahren und eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Möglichkeiten zur Handdesinfektion sind vorhanden. Vielen Dank!

 

Eine Terminbuchungspflicht gibt es nicht. Wir empfehlen trotzdem eine Voranmeldung, um Wartezeiten für Sie zu vermeiden, da wir die allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln beachten.

 

Wir freuen uns sehr über Ihr Interesse an unserem Museum und freuen uns, Sie mit unserem neuen Programm begrüßen zu dürfen. Bis bald!

Jubiläumswochen

By dehner@fuw on 6. Mai 2022 in Unkategorisiert

Vom 6. Mai bis zum 12. Juni feiern die Fuggerschen Stiftungen ihr 500-jähriges Jubiläum. Am 23. August 1521 stiftete Jakob Fugger nicht nur die Fuggerei für die Ewigkeit – auch die Predigerstelle in St. Moritz und die Grabkapelle in St. Anna gehören dazu. Wegen der Corona-Pandemie wird das große Festprogramm nun nachgeholt.

 

Während der Jubiläumswochen bietet das Fugger und Welser Erlebnismuseum eine ganz besondere Führung an:

 

Die Fuggerei und andere Stiftungen fürs Seelenheil – ein Fenster ins Jahr 1521

 

Vor über 500 Jahren stiftete Jakob Fugger die Fuggerei und mehr: Auch seiner Grabkapelle in St. Anna sowie der Predigerstelle in St. Moritz legte er Stiftungen zugrunde. Seine Motive waren nicht nur karitativer Art. Der erfolgreichste Kaufmann seiner Zeit wollte in sein Seelenheil investieren. Und nicht zuletzt bestimmte er damit das Bild, das die Nachwelt von ihm haben sollte. Auch andere Handelsfamilien stifteten, um vom erlangten Reichtum etwas an arme Mitbürger abzugeben. Die Antonspfründe etwa dient seit über 600 Jahren wohltätigen Zwecken.

Diese Stadtführung (inklusive Fuggerei) anlässlich der Jubiläumswochen der Fuggerschen Stiftungen erzählt von den sozialen Bedingungen und dem Alltag der Augsburger Bevölkerung im Jahr 1521. Und sie blickt auf damalige bedeutende Ereignisse weltweit. Welchen Einfluss hatten sie auf Augsburg und weshalb waren Stiftungen so wichtig für den gesellschaftlichen Zusammenhalt? Im Anschluss zeigt ein Besuch im Fugger und Welser Erlebnismuseum die Umwälzungen der Handelswelt am Beispiel der beiden bedeutendsten Augsburger Handelsfamilien.

 

12.5. – 10.6., donnerstags bis sonntags und Pfingstmontag

Wann: 10:30  – 12:30 Uhr, der Museumsbesuch im Anschluss ist bis 17 Uhr möglich

Treffpunkt: Tourist-Information

Kosten: 14 € / erm. 12 € / Familie 30 €

Inklusive Eintritte Fuggerei und Erlebnismuseum

 

Tickets für den gewünschten Termin können Sie im Veranstaltungskalender buchen.

Konvent

By dehner@fuw on 27. März 2022 in Unkategorisiert

Was wäre, wenn wir die Zukunft des Geldes neu gestalten?

Wie kann ein neuer Umgang mit Geld einen gesellschaftlichen Wertewandel herbeiführen, der Wohlstand, soziale Gerechtigkeit und nachhaltiges Wirtschaften verbindet? Wir sind überzeugt, dass uns eine neue Kultur der Kommunikation und des Miteinanders dafür den Weg bereiten.
3 Tage – Viele Räume – Unzählige Dialoge – Hunderte Menschen – 1 Thema:

DialogRaumGeld

Flyer

 

22. bis 24. Mai 2022: Konvent in Kongress am Park Augsburg.

 

Informieren, Beitragen, Teilhaben: https://dialograumgeld.org/

Internationale Wochen gegen Rassismus

By dehner@fuw on 16. März 2022 in Unkategorisiert

Unter dem Motto „Haltung zeigen!“ finden die Internationalen Wochen gegen Rassismus in diesem Jahr vom 14. bis zum 27. März statt.

 

Erstmalig hat das Büro für gesellschaftliche Integration die Federführung für die Bündelung der in diesem Zeitraum von den unterschiedlichsten Akteurinnen und Akteuren geplanten Aktionen übernommen. Beeindruckende über 40 Veranstaltungen sind hierbei zusammengekommen und jede einzelne ist den Besuch und das Mitmachen wert.

 

> Veranstaltungsübersicht als PDF

 

Das diesjährige Motto wird in Augsburg dank der vielen aktiven Vereine und Initiativen mit Leben gefüllt. Gemeinsam mit allen Beteiligten zeigt Augsburg Haltung und wir setzen ein starkes und wichtiges Zeichen gegen Rassismus in und für unsere Friedensstadt.
Stöbern Sie also im Veranstaltungsprogramm und nehmen Sie teil an Ausstellungen, Befragungen, Workshops, Podiumsgesprächen, Stadtführungen, Vorträgen, Lesungen und Kundgebungen.

 

 

Hier einige Veranstaltungshinweise seitens des Museums:

 

16. März, 16 – 19 Uhr: Digitaler Workshop „Rassismen erkennen und ächten“ mit Hamado Dipama

 

21. März, ab 14 Uhr:   Kundgebung zum Internationalen Tag gegen Rassismus am Königsplatz. Alle Augsburgerinnen und Augsburger sind eingeladen, durch ihre Teilnahme an der Veranstaltung Gesicht zu zeigen und ein klares Zeichen gegen Rassismus zu setzen.

 

27. März und 03. April, ab 15 Uhr: Walk off Fame. Eine Gehschichte der Bluespots Productions (gemeinsamer Audio-Walk durch Augsburg, bei dem auch die glanzlosen Seiten der Stadtgeschichte thematisiert werden).

 

 

Zur weiteren Information möchten wir insbesondere auf diese Internationalen Gedenktage aufmerksam machen:

 

21.3.: Internationaler Tag gegen Rassismus
Alljährlich finden rund um den 21. März die Internationalen Wochen gegen Rassismus statt. Sie verstehen sich als Aktionswochen der Solidarität mit den Opfern von Rassismus. Das Datum nimmt Bezug auf den 21. März 1960, als rund 20.000 Menschen im südafrikanischen Sharpeville bei Johannesburg gegen die diskriminierenden Passgesetze des damaligen Apartheid-Systems in Südafrika demonstrierten. 69 Demonstrierende wurden beim sogenannten „Massaker von Sharpeville“ von der Polizei erschossen, mindestens 180 wurden verletzt. 1966 rief die UN-Generalversammlung den 21. März zum »Internationalen Tag für die Beseitigung der Rassendiskriminierung« aus.

 

24.3. Internationaler Tag für das Recht auf Wahrheit über schwere Menschenrechtsverletzungen und für die Würde der Opfer
Im Jahr 2010 hat die UN in Gedenken an jene, die im Kampf um Menschenrechte ihr Leben lassen musste, den Gedenktag ins Leben gerufen. Der Tag erinnert daran, dass die Wahrheit im Kampf gegen Menschenrechtsverletzungen aufgeklärt werden muss, um Veränderungen in Gang zu setzen und Menschenrechtsverletzungen aufzuarbeiten.

 

25.3.: Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer der Sklaverei und des transatlantischen Sklavenhandels
Mit diesem Gedenktag weist die UNO auf die Gefahren von Rassismus und Vorurteilen hin. Er wurde anlässlich des 200. Jubiläums des Verbotes der Sklaverei 2007 initiiert und erinnert seit 2008 jährlich an den transatlantischen Sklav*innenhandel, die größte erzwungene Migration der Weltgeschichte – über einen Zeitraum von mehr als 400 Jahren. Gleichzeitig erinnert der Gedenktag an heutige Opfer von Menschenhandel und Zwangsarbeit.

 

Da coronabedingt viele Formate digital stattfinden, sind auf der Homepage der Stiftung gegen Rassismus  interessante weitere Formate zu finden.

Friedenskundgebung

By dehner@fuw on 4. März 2022 in Unkategorisiert

Als Zeichen der Solidarität mit der Ukraine findet am Freitag, 4. März, ab 18 Uhr eine Friedensdemonstration auf dem Augsburger Rathausplatz statt. Im Anschluss daran gibt es im Rathaus eine Diskussionsveranstaltung zur aktuellen Situation in der Ukraine.

Um die Unterstützung für die Ukraine vor den Augen der Welt sichtbar zu machen, hat das Bündnis für Menschenrechte zusammen mit dem Ukrainischen Verein Augsburg e.V. und
dem Integrationsbeirat zu einer Kundgebung auf dem Rathausplatz am Freitag, 04. März aufgerufen. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr. Dabei sollen auch von den Teilnehmenden mitgebrachte Kerzen als Friedenslichter angezündet werden.

>> Mehr Infos zur Friedenskundgebung

Anschließend daran findet um 19:30 Uhr eine Diskussionsveranstaltung im Oberen Fletz im Rathaus statt. Veranstaltet wird das DenkRaum Spezial vom Friedensbüro und seinen Kooperationspartnern – Büro für gesellschaftliche Integration der Stadt Augsburg, Uni Augsburg (Friedens- und Konfliktforschung und Evangelische Religionspädagogik), vhs Augsburg, Evangelisches Forum Annahof, Jüdisches Museum Augsburg Schwaben und Staatstheater Augsburg. Im Mittelpunkt stehen Information und Austausch zur aktuellen Situation in der Ukraine. Das Grußwort hält Oberbürgermeisterin Eva Weber.

>> Mehr Infos zum DenkraumSpecial

Infos zu Einreise, Unterbringung und Hilfmöglichkeiten finden Sie unter augsburg.de/ukraine.

Klang des Regens

By dehner@fuw on 31. Dezember 2021 in Unkategorisiert

Das künstlerische Team um Miriam Ibrahim beschäftigt sich mit dem Thema des kollektiven und transgenerationalen Traumas durch rassistische Gewalt. Wie schreiben sich die schmerzhaften Erfahrungen unserer Vorfahren in unsere Körper und in unser Verhalten ein? Gemeinsam beschreitet das Team Wege des Erinnerns und Wiederfindens und wirft so Schlaglichter auf den Umgang mit Geschichte und Gegenwart. Die Auseinandersetzung mit dem Genozid in Namibia an den Herero und Nama durch die deutsche Kolonialmacht von 1904 bis 1908 steht dabei im Fokus der Stückentwicklung.

Die fiktiven Figuren des Stückes, eine Schwarze Enkelin und ihre weiße Großmutter, werden von realen Erfahrungen der beiden Schauspielerinnen bereichert. Sie treten heraus aus ihren Rollen und kontextualisieren sich vor dem Hintergrund wechselhafter Video- und Bildmaterialien immer wieder neu. Wut und Verdrängung begegnen Ungeduld und Ergebenheit. Die Vergangenheit fordert die Verantwortung der Gegenwart. Motive und Fragen tauchen so oft wieder auf, bis sie in einen Dialog der Verständigung münden. Die Liebe zwischen Enkelin und Großmutter reibt sich an der gesellschaftspolitischen Diskrepanz, die sie bestimmt. So werfen die Figuren einen emotionalen wie kritischen Blick auf ein Thema, das weit über den Kosmos des Privaten hinausreicht.

 

Mehr Informationen finden Sie auf der Seite des Staatstheaters Augsburg.